Kohlenmonoxyd
Kohlenmonoxid (CO) entsteht bei Verbrennungsprozessen, wenn nicht genügend Sauerstoff für eine "vollständige" Verbrennung vorhanden ist. Es kann in fast allen Verbrennungsabgasen nachgewiesen werden. Bei Mensch und Tier wirkt Kohlenmonoxid als starkes Atemgift, indem es die Bindung des Sauerstoffs an den roten Blutfarbstoff Hämoglobin blockiert. Diese Wirkung entfaltet Kohlenmonoxid jedoch nur bei höheren Konzentrationen (z.B. beim Laufenlassen von Motoren in geschlossenen Räumen). Kohlenmonoxid ist jedoch auch an der Bildung von Ozon in der bodennahen Atmosphäre beteiligt.
In Zürich, der grössten Stadt der Schweiz, wird Kohlenmonoxid zu 92% vom motorisierten Strassenverkehr emittiert. Davon verursachen die benzinbetriebenen Fahrzeuge rund 95%. Der Rest stammt aus Feuerungsanlagen und der Kehrichtverbrennung. Infolge des sehr hohen Verkehrsanteils gilt Kohlenmonoxid als typischer Leitschadstoff des Verkehrs. Eingeatmetes CO verdrängt Sauerstoff aus dem Blut, da seine Bindung an das Hämoglobin ca. 300-mal stärker als die von Sauerstoff ist.
Toxikologie: Die Folge der verminderten Sauerstofftransport-Kapazität des Blutes ist stark konzentrationsabhängig: ab 5 bis 30 Prozent Hb-CO zeigen sich Sehstörungen, Kopfschmerzen, Mattigkeit und Schwindel; höhere Konzentrationen (ab 60 Hb-CO) bedingen Lähmungen, Bewusstlosigkeit und schliesslich den Tod. Aufgrund der sehr allgemeinen Symptome sind CO-Vergiftungen nur schwer als solche erkennbar. Anfällig für CO-Effekte sind Kleinkinder, geschwächte Personen und insbesondere Herz-Kreislauf-Patienten, da sie einen Sauerstoff-Mangel schlechter ausgleichen können.
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