Schwefel
Schwefel wirkt sich besonders ungünstig auf die Abgase aus. Zum einen bildet er schweflige Säure, die zum sauren Regen beiträgt. Er erhöht aber auch den Anteil gesundheitlich bedenklicher Teilchen in den Abgasen: und, Schwefel macht Katalysatoren mit der Zeit unbrauchbar.
In Kalifornien und Japan gibt es bereits nahezu schwefelfreies Benzin.
Der pharmazeutische Nutzen von Schwefel war bereits im Altertum bekannt. Innerlich wurde Schwefel als Abführmittel eingesetzt: er reizt die Darmschleimhaut. Der dabei durch Bakterien erzeugte Schwefelwasserstoff regt die Muskeltätigkeit der Gedärme an. Äußerlich kamen Schwefelrezepturen bei Hauterkrankungen wie Akne, Ekzemen, Krätze, Mykosen zum Einsatz.
Heute findet Schwefel in der Dermatologie nur noch selten Verwendung, ist aber noch nicht vollständig aus der pharmazeutischen Literatur verschwunden. Nach wie vor gibt es pharmazeutische Zubereitungen, die als Wirk- bzw. Hilfsstoff Schwefel enthalten. In der klassischen Homöopathie ist Sulfur eines der so genannten "großen" Mittel.
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