Stickoxid
Stickoxide (auch Stickstoffoxide genannt) entstehen vor allem als unerwünschte Nebenprodukte bei Verbrennungsvorgängen. Dabei reagiert der Luftstickstoff (N2) mit dem Sauerstoff (O2) der Verbrennungsluft. Bei diesem Prozess entsteht vor allem Stickstoffmonoxid (NO), das erst in der Atmosphäre teilweise in das giftigere Stickstoffdioxid (NO2) umgewandelt wird. Stickstoffdioxid (NO2) ist ein hochgiftiges Gas. Nach dem Einatmen treten Reizerscheinungen an den Augen und den Schleimhäuten auf; Schwindel und Kopfschmerzen kommen hinzu. Geringste aufgenommene Mengen können noch nach Tagen zu einem Lungenödem und zum Tode führen. Stickstoffdioxid ist auch im Zigarettenrauch enthalten. Es entsteht bei der Verfeuerung von fossilen Brennstoffen als Abgas und ist für eine ganze Reihe von Umweltproblemen, z.B. für das Waldsterben mitverantwortlich.
Die Summe von NO und NO2 wird als NOx bezeichnet. In der schweizerischen Luftreinhalte-Verordnung (LRV) sind jedoch nur für die Stickstoffdioxide Immissionsgrenzwerte festgelegt. Das hochreaktive Gemisch von Stickoxiden zählt zu den wichtigsten Schadstoffen der Luft.
Es begünstigt Atemwegserkrankungen und greift die Schleimhäute der Atemwege an. Ein Teil des eingeatmeten Stickstoffdioxids wird in der Lunge absorbiert und gelangt als giftiges Nitrit ins Blut. Stickoxide spielen eine zentrale Rolle bei der Bildung von Ozon in der unteren Atmosphäre und fördern die Entstehung saurer Niederschläge (Bildung von Salpetersäure). Auch Pflanzen können Stickoxid-Vergiftungen aufweisen, insbesondere durch unsachgemässe und übertriebene Düngung.
Letztere führen zu einer Veränderung der Artenzusammensetzung in naturnahen oder natürlichen Ökosystemen.
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