Toluol
1844 wurde Toluol zum ersten Mal von Henri Etienne Sainte-Claire Deville durch trockene Destillation aus Tolubalsam gewonnen; hierauf beruht auch sein Name. Toluol, auch Methylbenzen genannt, ist eine farblose, charakteristisch riechende, flüchtige Flüssigkeit, die in vielen ihrer Eigenschaften dem Benzol ähnelt. Toluol ist ein aromatischer Kohlenwasserstoff, häufig ersetzt es als Lösungsmittel das giftige Benzol. Es ist unter anderem auch im Benzin enthalten. Seit dem Eintritt in die Schule, versuchte er, die Eigenschaften von Silizium, Magnesium und Aluminium zu erforschen.
Übrigens: Henri-Etienne Sainte-Claire Deville (1818-1881) war ein Freund von Jules Verne (1828-1905). 1867 wurde er an der "Faculté de Sciences de Paris" zum Chemie-Professor ernannt.
Toxikologie: Toluol kommt im Erdöl und in dem Leichtöl, das bei der Steinkohleteerdestillation anfällt, in kleineren Mengen vor. Toluol wird unter anderem durch Kfz-Verkehr freigesetzt, weil es im Benzin enthalten ist, und entsteht bei der unvollständigen Verbrennung von organischen Stoffen, wie zum Beispiel beim Rauchen. Toluol ist gesundheitsschädlich und verursacht bei hohen Konzentrationen Nervenschäden; insbesondere nach Einatmung von Gasen, Dämpfen und zerstäubten Flüssigkeiten.
Teile der inhalierten Stoffe gelangen durch Aufnahme über die Schleimhäute des Lungengewebes in den Körper und entfalten dort ihre Wirkung. Nach Inhalation kann es zur Müdigkeit, Unwohlsein, Missempfindungen, Störungen der Bewegungskoordination und verlängerte Reflex- und Reaktionszeiten kommen z.T. auch Heiterkeit und Erregungszuständen. Als äusserst kritisch sind vor allem die fruchtschädigenden Wirkungen von Toluol anzusehen. Des Weiteren wirkt Toluol haut- und augenreizend.
> Abgas-Umweltgifte