Xylol
Die Xylole (gr. ξύλον (xýlon) = Holz) sind aromatische Kohlenwasserstoffe. Durch unterschiedliche Anordnung der Methylgruppen ergeben sich drei Konstitutions-Isomere des Xylols: 1,2-Xylol (ortho-Xylol), 1,3-Xylol (meta-Xylol) und 1,4-Xylol (para-Xylol). Xylole sind farblose Flüssigkeiten, die kaum in Wasser löslich sind. Xylole haben typische aromatische Gerüche und sind leichter als Wasser. Sie verbrennen mit stark rußender Flamme. Rohstoffquellen für die Gewinnung der Xylole sind Kohle (Steinkohlenteer) und Erdöl. Xylole finden als Lösungsmittel Verwendung und dienen zur Herstellung von Kunst- und Klebstoffen. Des Weiteren werden sie Kraftstoffen zur Erhöhung der Oktanzahl beigemengt.
Toxikologie: Xylole weisen einen schädigenden Effekt auf das Gehirn auf. Schon kleine Mengen können -wenn Organismen auch nur für kurze Zeit ihnen ausgesetzt sind- Kopfschmerzen, Probleme mit der Muskelkoordination, Schwindelanfälle sowie Gedächtnis- und Orientierungsstörungen hervorrufen. Wenn Organismen auch nur für kurze Zeitperioden dementsprechend größeren Mengen an Xylolen
ausgesetzt sind, können u.a. folgende Reaktionen eintreten: Hautirritation, Entzündungserscheinungen der Augen, der Nase und im Halsbereich, Schwierigkeiten mit der Atmung, Lungenprobleme, erhöhte Reaktionszeiten, Gedächtnisverluste, Störungen in den Verdauungsorganen, insbesondere im Magen sowie Funktionsstörungen der Leber und der Nieren. Kontakt mit sehr hohen Mengen an Xylolen kann zu Bewusstseinsschwund und Tod führen.
Bei Tierversuchen wird immer wieder festgestellt, dass erhöhte Konzentrationen an Xylolen die Anzahl von Totgeburten drastisch erhöht. Zugleich treten Wachstums- und Entwicklungsstörungen auf. Unnötig zu erwähnen, dass die schädlichen Effekte sowohl die Embryos als auch die tragenden Muttertiere betreffen. Xylole sind zudem höchst toxisch für das Grundwasser: sie gelten als wassergefährdend.
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