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Zucker


Der weisse Zucker wird grösstenteils aus Zuckerrüben gewonnen. Die Zuckerrüben werden nach dem Waschen zerschnitzelt, dann ausgelaugt.


Um den Zuckersaft zu reinigen, wird Kalk zugesetzt. Diese Scheidung vernichtet infolge ihrer alkalischen Reaktion schon fast alle Vitamine. In die mit Ätzkalk vermischte Flüssigkeit wird Kohlensäure geleitet, um den Kalk zu fällen.Die „saturierte“ Flüssigkeit wird in die Filterpressen gepumpt, um den Zuckersaft vom Schlamm zu trennen. Nach einer weiteren Behandlung mit Kalzium-Sulfit, wodurch gleichzeitig der Saft durch die schwefelige Säure entfärbt, also gebleicht wird, dampft man den Dünnsaft zu Dicksaft ein und kocht ihn im Vakuum bis zur Kristallisation.


Durch Ausschleudern in einer Zentrifuge wird die Masse in Sirup und Rohzucker getrennt. Nachdem der Sirup zum Zwecke der Rohzuckergewinnung minderen Grades das Blankkochen, Abkühlen, Kristallisieren und Zentrifugieren mehrere Male hinter sich hat, bleibt als Endsirup die Melasse mit ihrem hohen Gehalt an Nichtzuckerstoffen zurück. Sie wird zur Spiritus-
bereitung und Viehfütterung benutzt.


Der Rohzucker muss in den Zuckerraffinerien noch in Verbrauchszucker verwandelt werden, wozu eine nochmalige Reinigung mit Kalk-Kohlensäure, ein nochmaliges Bleichen mit schwefliger Säure, Filtrieren durch Knochenkohle und „auf Korn kochen“ notwendig ist. Fabrikzucker vermag die Bekömmlichkeit und Verträglichkeit anderer Nahrung zu stören. Bei Kranken kann sich dies in einem solchen Masse auswirken, dass der Fabrikzucker eine Heilung bestimmter Erkrankungen absolut unmöglich macht.

Die Zuckergier des Kindes ist ein klassisches Zeichen eines Vitalstoffmangels. Mit dem Weglassen des Fabrikzuckers kehrt auch der Appetit zurück, der bei diesen Kindern immer schlecht ist. Aus diesen Beobachtungen lässt sich schliessen, dass im Fabrikzucker nicht nur ein Ernährungsproblem, sondern noch viel mehr ein psychologisches Problem steckt.