Das Wissen der Naturvölker

Was europäische Chemiker in den letzten Jahren ermittelt haben, wissen Naturvölker schon lange. So ist den Lappen im hohen Norden Europas geläufig, dass das Wasser nach der Schmelze die dem Körper zuträglichsten Wirkung hat. Sie führen daher ihre Rentierherden an die Schmelzwasserquellen des hohen Nordens zur Tränke.
Das Fell der Rentiere, so hat man ermittelt, wachste dann doppelt so stark, als wenn die Tiere mit Normalwasser versorgt worden wären.

Offenbar aus dem gleichen Grund wächst das Gras auf jenen Almen in der Alpenregion üppiger, die vom Schmelzwasser der Berge versorgt werden. Auf diesen Almen kann man noch mehr als vierzig Wiesenkräuter finden, gegenüber drei bis vier aus den Weiden im Tal, wo seit Jahren Kunstdüngen im Einsatz ist.

Russische Wissenschafter haben diese Erkenntnisse durch eine wissenschaftliche Untersuchungsreihe erhärtet: Pflanzen, die mit Schmelzwasser versorgt worden waren, wuchsen im Vergleich zu jenen, die mit Normalwasser begossen wurden, doppelt so hoch. Dabei genügte es, die Keimlinge vor der Aussaat zwei Stunden ins Schmelzwasser zu legen.

In der Zwischenzeit scheinen clevere Geschäftsmacher diese Informationen umgesetzt zu haben. Es erstaunt nicht, dass die Eisberge immer mehr von der Wasseroberfläche verschwinden - in Kanada ansässige Mineralwasserproduzenten schleppen Eisberge in südliche Gewässer, um sie dannach in PET-Flaschen abzufüllen. Auf der Etikette findet sich der folgende Hinweis: geerntet nahe der Küste Neufundlands, 12,000-jährige Eisberge wurden geschmolzen, um dieses aussergewöhnliche Wasser herzustellen

Sonne und Luft sind elektrisch positiv, Erde und Wasser elektrisch negativ geladen. Durch die Sonnenenergie verdunstet Wasser auf dieser Erde. Bei diesem Vorgang lässt das Wasser die darin gelösten Stoffe auf der Erde zurück und fällt in Form von Regen, Schnee oder Eis wieder auf unseren Planeten herunter. Auf dem Weg von den Wolken zur Erde nimmt Wasser dann Stickstoff auf und düngt so auf natürliche Art unsere Pflanzen. Nach der Verdunstung durch die Sonne kommt dem Wald die zweitgrößte Rolle als Umwandler zu.

So wie z.B. ein grosser Kastanienbaum gut und gerne an die 1000 Kilogramm wiegen kann, so sind davon rund 960 Kilogramm Wasser. Der Wald stellt also die Wiege des Wassers dar. Sie können sich deshalb sicherlich sehr gut vorstellen, welch große Sünde wider die Natur es ist, wenn der Mensch Kahlschlag betreibt, denn ein einzelner Baum dieser Größe vermag täglich an die 100 Kilogramm Wasser zu verdunsten.
