Trinkverhalten ändern
Das Trinkverhalten der meisten Personen Menschen ist unzureichend. Da Durst wie auch Schmerz ein „Notsignal“ ist, sollten wir nicht darauf warten.

Besonders ältere Personen und Kinder reagieren später, als der Organismus es wünscht. Es ist medizinisch belegt, dass Flüssigkeitsdefizite die Entstehung verschiedener Erkrankungen der Harnwege wie Nierensteine oder Blasenkrebs begünstigen können. Eine ungenügende Wasserversorgung führt zur Beeinträchtigung der körperlichen Leistungsfähigkeit und kann Symptome wie Kopfschmerzen und Müdigkeit hervorrufen.
Diuretische (wasserentziehende) Getränke wie Kaffee und Alkohol erhöhen zusätzlich die Gefahr der Austrocknung. Wenn Wasser in den Zellen fehlt, setzt der Vorgang der Plasmolyse ein. Das bedeutet, dass sich der Zellkörper von der Zellwand ablöst und einschrumpft. Schließlich kann keine Reaktion mehr stattfinden; die Zelle trocknet ein. Zudem funktionieren bestimmte Enzyme im wässrigen Milieu der Zelle bedeutend besser. Enzyme haben wichtige Funktionen in unserem Stoffwechsel: sie steuern den überwiegenden Teil biochemischer Reaktionen - von der Verdauung bis hin zur DNA-Polymerase und der RNA-Polymerase der Erbinformationen.

Um die vielschichtigen Funktionen unseres Wasser-
haushaltes aufrecht zu erhalten, sollten wir 2,5 Liter Flüssigkeit pro Tag zu uns nehmen. Am einfachsten ist es, genügend Wasser zu trinken sowie Obst und Gemüse mit hohem Wasseranteil zu konsumieren. Ein erhöhter Bedarf besteht natürlich während und nach sportlichen Aktivitäten, da über Haut und Lunge Flüssigkeit abgesondert wird. Wasser ist äusserst wichtig für die Eiweißstruktur (gehört zu den Grundbausteinen aller Zellen), weil es Wasserstoff-
brücken und Wasserhüllen um die Eiweiße bildet.
