Dass der Honig bereits in der Steinzeit als Nahrungsmittel bekannt war, vermitteln uns gut 9000 Jahre alte Höhlenmalereien mit Darstellungen von „Honigjägern“. Viele Petroglyphen in Australien zeigen, dass die Aborigines seit vorgeschichtlicher Zeit Buschhonig sammelten. Um 3.000 v. Chr. galt im Alten Ägypten Honig als „Speise der Götter“ und als Quelle der Unsterblichkeit.

Ein Topf Honig wurde mit dem Wert eines Esels aufgewogen !

Bereits die Griechen des Altertums wussten den Honig zu schätzen, denn laut Mythologie verdankten die Götter ihm ihre Unsterblichkeit.

Dasselbe gilt für den All-Vater Odin, der seine Weisheit und Kraft aus dem Honig bezogen haben soll. Hippokrates, der wohl berühmteste Arzt des Altertums, kannte zwei der wohl bedeutendsten Eigenschaften: exzellent für die Wundheilung und effektiv bei Entzündungen sowie zur Fiebersenkung. Auch als „Doping“ wurde Honigwasser eingesetzt: Dieser Trank verbesserte die Leistung der Athleten bei den antiken Olympischen Spielen !

Ein bisschen spät, aber dennoch „rechtzeitig“: Aufgrund jahrelanger Erfahrungen und Studien bestätigt die "moderne" Wissenschaft diese Aussagen; betrachtet man Honig rein physikalisch-chemisch, ist er nichts anders als übersättigte Zuckerlösung: rund 80% Zucker (Frucht- und Traubenzucker) und ca. 20% Wasser.

Nochmals kurz zur Erinnerung: Getränke die Honig enthalten dürfen nicht heiss sein, da der Honig bereits ab 40 Grad seine heilenden Eigenschaften verliert. Konsumentenschutz-Organisationen und Imker empfehlen ausdrücklich, keinen billigen Supermarkthonig zu kaufen, da sich dahinter leider meistens Importware verbirgt, die stark erhitzt wurde, um das Kristallisieren des Zuckers zu verhindern.

Der Biochemiker Prof. Dr. Peter Molan von der 1995 gegründeten Honey Research Unit der Universität Waikato in Neuseeland erforschte die heilenden Stoffe. Seine Forschungsergebnisse waren äusserst erstaunlich:

An die 60 Arten von Bakterien, darunter so gefährliche wie Staphylococcus aureus können mit Honig besiegt werden !

Des Weiteren können Bakterien, die gegen Antibiotika resistent sind, durch Wundauflagen aus Honig abgetötet werden; was dazu führt, dass heute weltweit in zahlreichen Kliniken Patienten, die sich wund gelegen haben, mit Honigverbänden behandelt werden. Die Wissenschaftler gehen davon aus, dass die antimikrobielle Wirkung des Honigs gewissen Enzymen zu verdanken ist.

Es ist auch dem hohen Zuckeranteil im Honig zuzuschreiben, der den Bakterien lebenswichtiges Wasser entzieht. Ein weiterer Inhaltsstoff, der den unerwünschten Mikroorganismen zu Leibe rückt, ist Wasserstoffperoxid, welches ebenfalls durch ein Enzym entsteht. Die über 60 Veröffentlichungen, die in Fachzeitschriften von Prof. Dr. Peter Molan publiziert wurden, sind jetzt in einer Übersichtsarbeit zusammengetragen.

So werden z.Bsp. Methicillin-resistente Staphylokokken, die in vielen Kliniken ein immenses Problem darstellen, bereits bei einer Konzentration von lediglich 1% - 4% Honig abgetötet! Selbst Vancomycin-resistente Enterokokken (Kugelbakterien, bekannt als Killerbakterien) und die gefürchteten multiresistenten Pseudomonas aeruginosa haben bei Honig schlechte Karten.

Chronisch infizierte Hautwunden sind häufig bereits nach wenigen Tagen konsequenter Honigbehandlung wieder frei von Krankheitserregern. Honig wirkt jedoch nicht nur desinfizierend, sondern fördert auch den Abbau des häufig in einer Wunde vorhandenen abgestorbenen Gewebes, das seinerseits wiederum die Wundheilung hemmt.

Schließlich fördert Honig auch das Wachstum von Fibroblasten, jenen Zellen, die dem Gewebe eine feste Struktur verleihen. Werden Fibroblasten aktiviert, so schließt sich die Wunde nicht nur vom Rand aus, sondern auch aus der Tiefe.

Dieser Effekt ist besonders wichtig bei großflächigen Verbrennungen.

Hier schlägt Honig sogar ein medizinisches Standardverfahren: Im Vergleich zu Verbrennungen, die mit Silbersulfodiazin-imprägnierter Gaze verbunden wurden, heilten solche mit Honig schneller, und es kam seltener zu einer überschießenden Narbenbildung.

Antibakteriell wirkt das Bienenprodukt gleich dreifach:

Als konzentrierte Zuckerlösung entzieht es den Krankheitserregern das für sie lebenswichtige Wasser; mit seinem niedrigen pH-Wert verhindert es die Vermehrung von Bakterien, und seine so genannten Inhibine wirken zusätzlich keimhemmend. Diese antibiotischen Eigenschaften sind heute wissenschaftlich nachgewiesen. Direkt auf die Wunde gestrichen und mit einer Gaze zugedeckt wird Honig mittlerweile selbst in Spitälern als Wundheilmittel eingesetzt.

Natürlich tragen auch die Pflanzen, die von den fleißigen Bienen besucht werden, massgeblich dazu bei, Honig zu einem potenten Wundheilungsmittel zu machen. Honig, der von Blüten der in Australien und Neuseeland vorkommenden Leptospermum-Pflanzenfamilie stammt, wie der Teebaum, scheint ein besonders potenter Bakterienkiller zu sein. Diese Tatsache hat das australische Unternehmen Medihoney erkannt und produziert einen Honig auf der Basis von Leptospermum-Pflanzen, der konstante Konzentrationen von Wasserstoffperoxid freisetzt und immer die gleiche Menge der antimikrobiell wirksamen Pflanzensubstanzen enthält.

Alle diese positiven Eigenschaften weist Honig allerdings nur auf, wenn er nicht wärmebehandelt wurde !

Bienennektar enthält ca. 180 Begleitstoffe !

Als wichtigste werden die so genannten Inhibine aufgeführt und Hemmstoffe wie das Flavonoid Pinocembrin, ein hitzestabiles Antibiotikum, das Entzündungen hemmt.

Weitere Flavonoide werden auch als Mittel gegen Krebs erprobt.

Ein anderer wichtiger Inhaltsstoff ist Acetylcholin (Stickstoffverbindung), der sich sehr positiv auf die Herztätigkeit auswirkt, indem er die Herzschlagzahl vermindert, verengte Herzkranzgefäße erweitert und eine blutdrucksenkende und herzschützende Wirkung aufweist.

Wussten Sie, dass Bienen für 1000 Gramm Honig eine Strecke zurücklegen, die einem mehrfachen des Erdumfangs entspricht? Aber auch nach der „Lieferung“ in den Bienenstock ist der gesammelte Nektar noch lange kein Honig. Bis das flüssige Gold einsatzbereit ist, durchwandert es noch viele Bienenmägen.


Die Sammelbiene saugt den Nektar der Blüten auf und spaltet ihn in ihrem Honigmagen mit körpereigenen Enzymen in Frucht- und Traubenzucker. Im Stock angekommen, würgt sie den Nektar heraus und gibt ihn an andere Bienen ab. Andere Arbeiterinnen saugen den süßen Saft mehrmals in den Honigmagen ein, fügen ihm etwas Speichel bei und würgen ihn wieder heraus, bis der unreife Honig dickflüssiger wird.

In der Wabe wird er schließlich durch besondere Entfeuchtungs- und Belüftungstechniken weiter eingedickt, bis er mit einem Wassergehalt von ungefähr 20% die richtige Reife aufweist.

Um Wald- und Tannenhonig herzustellen, "melken" die Bienen Blattläuse. Diese ernähren sich vom Saft der Bäume und scheiden dabei eine zuckrige Flüssigkeit aus: Honigtau. Diesen nehmen die Bienen auf und verarbeiten ihn dann zu Tannenhonig. Des Weiteren enthält Honig diverse Säuren, Acetylcholin für die Reizleitung im Nervensystem, Enzyme, Eiweisse, freie Aminosäuren, organische Säuren, über 300 Aromastoffe, Farbstoffe, Mineralien und Vitamine.

Honig verfügt über eine antioxidative Wirkung, die dem Altern entgegenwirkt und gilt auch als «Nervenbalsam». Die Antioxidanzien dieses wunderbaren Bienenprodukts können Krankheitsrisiken mindern.


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